Jeder vServer bekommt von uns einen Hostnamen wie 12345-00000.pph-server.de. Der eignet sich gut, um deinen Server ohne eigene Domain zu erreichen. Als Absender für E-Mails taugt er aber nicht. In diesem Beitrag erklären wir, warum das so ist und was du stattdessen brauchst.
- Warum Mails vom pph-server.de-Hostnamen im Spam landen
- Mailversand mit eigener Domain einrichten
- Status- und Warnmails ohne eigenen Mailserver verschicken
Warum das nicht funktioniert
Für deinen Hostnamen legen wir nur einen A- und einen AAAA-Record an, damit er auf die IP-Adressen deines Servers zeigt. Weitere Einträge wie SPF, DKIM, DMARC oder MX richten wir für *.pph-server.de nicht ein, auch nicht auf Anfrage.
Genau diese Einträge prüfen empfangende Mailserver aber. Fehlen sie, kann der Empfänger nicht feststellen, ob dein Server überhaupt im Namen der Domain senden darf. Große Anbieter wie Web.de, GMX oder Gmail sortieren solche Mails in den Spam-Ordner oder lehnen sie direkt ab.
Technisch kannst du trotzdem Mails verschicken, denn Port 25 ist auf deinem vServer ausgehend offen. Ob sie ankommen, ist ohne passende DNS-Einträge aber Glückssache.
Die Lösung: eine eigene Domain
Für zuverlässigen Mailversand brauchst du eine eigene Domain, bei der du die DNS-Einträge selbst setzen kannst. Das kann eine Domain bei uns sein oder eine Domain bei einem anderen Anbieter. Richte dann Folgendes ein:
- A-Record für den Mailserver: Lege zum Beispiel
mail.deine-domain.dean und lass ihn auf die IP deines Servers zeigen. Wie das geht, steht in Wie verwalte ich das DNS meiner Domain? - Reverse DNS: Setze im Cloud Manager den RDNS deiner IP auf
mail.deine-domain.de. Die Anleitung findest du unter Wie kann ich einen PTR/RDNS-Eintrag festlegen? - SPF: Lege einen TXT-Eintrag für deine Domain an, der deinen Server als erlaubten Absender nennt, zum Beispiel
v=spf1 mx a:mail.deine-domain.de -all. - DKIM: Lass deinen Mailserver die Mails signieren und hinterlege den öffentlichen Schlüssel im DNS. Siehe Wie hinterlege ich einen DKIM?
Damit erfüllst du die Grundanforderungen der großen Mailanbieter. Warum es bei einzelnen Anbietern trotzdem hakt, erklären wir in E-Mails werden abgelehnt: Reputation und PTR-Probleme bei T-Online, Web.de und Co.
Ich will nur Status- und Warnmails verschicken
Oft geht es gar nicht um einen ganzen Mailserver, sondern nur um ein paar Benachrichtigungen, etwa von Cronjobs, Backups oder einem Monitoring. Dafür musst du keinen eigenen Mailserver betreiben. Zwei Wege sind deutlich einfacher:
- Bestehendes Mailkonto als Ausgangsserver: Du verschickst die Mails per SMTP über ein Postfach, das du schon hast. Auf Linux geht das zum Beispiel mit
msmtp. Prüfe vorher, ob dein Mailanbieter automatisierten Versand erlaubt. - Externer SMTP-Relay-Dienst: Anbieter wie Mailjet, SendGrid oder Postmark übernehmen den Versand für dich. Du bekommst Zugangsdaten und ein Versandkontingent je nach Tarif. Für die Absenderadresse verlangen diese Dienste in der Regel ebenfalls eine eigene Domain.
Beide Wege haben einen weiteren Vorteil: Die Mails laufen nicht über die IP deines Servers. Das hilft vor allem bei Empfängern mit Outlook-, Hotmail- oder Live-Adressen, denn Microsoft lehnt Mails aus unseren Netzen ab.
Kostet das extra?
Der Mailversand von deinem vServer ist in deinem Tarif enthalten. Kosten entstehen nur, wenn du eine eigene Domain registrierst oder einen externen Dienst buchst. Einen eigenen SMTP-Relay für vServer bieten wir aktuell nicht an.
Du bist unsicher, welcher Weg für dich passt? Schreib uns kurz, wie viele Mails ungefähr anfallen und ob du schon eine Domain hast. Dann helfen wir dir beim passenden Setup.