ValheimPlus läuft auch mit Valheim 1.0, allerdings nur noch als Community-Fork von Grantapher. Das ursprüngliche Projekt wird nicht mehr gepflegt. Stand Oktober 2026 passt ValheimPlus 0.10.3.0 zu Valheim 1.0.20. Der Weg in Kurzform: Valheim-Server mit LinuxGSM installieren, UnixServer.zip in den Serverordner entpacken und den Start auf start_server_bepinex.sh umstellen. Alle Spieler brauchen dieselbe ValheimPlus-Version.

Was du brauchst

  • Einen Linux vServer mit Ubuntu 24.04 (von LinuxGSM empfohlen) oder Debian 12/13
  • Root-Zugang per SSH, siehe Linux vServer: Schnelleinstieg
  • Valheim auf jedem Spieler-PC in derselben Version wie der Server

Valheim profitiert vor allem von hoher Leistung pro Kern. Dafür passt unser Ryzen VPS mit Ryzen 9 7950X und DDR5 besonders gut. Ein KVM Root 3.5 tut es für kleinere Gruppen ebenfalls, und den kannst du später jederzeit aufrüsten.

Schritt 1: Valheim-Server mit LinuxGSM installieren

Lege als root einen eigenen Benutzer für den Server an und wechsle zu ihm. Ein Gameserver sollte nie als root laufen.

adduser vhserver
su - vhserver

Lade als Benutzer vhserver LinuxGSM herunter und starte die Installation:

curl -Lo linuxgsm.sh https://linuxgsm.sh && chmod +x linuxgsm.sh && bash linuxgsm.sh vhserver
./vhserver install

Fehlen Pakete, zeigt LinuxGSM den passenden apt-Befehl an. Den führst du in einer zweiten Sitzung als root aus und startest ./vhserver install erneut. Danach lädt SteamCMD die Serverdateien nach /home/vhserver/serverfiles.

Schritt 2: Server einstellen und testen

Deine Einstellungen gehören in die Instanz-Konfiguration. Die Datei _default.cfg im selben Ordner überschreibt LinuxGSM bei jedem Update, dort also nichts ändern.

nano /home/vhserver/lgsm/config-lgsm/vhserver/vhserver.cfg
servername="Unser Valheim Server"
serverpassword="geheim123"
worldname="Midgard"

Das Passwort muss mindestens 5 Zeichen haben und darf nicht im Servernamen vorkommen, sonst startet Valheim nicht. Starte den Server einmal ohne Mod und prüfe, ob du dich verbinden kannst:

./vhserver start
./vhserver details

details zeigt dir Ports, Passwort und alle Pfade. Valheim nutzt standardmäßig UDP 2456 und 2457. Auf unseren Linux vServern sind alle Ports offen, solange du selbst keine Firewall wie ufw aktiviert hast. Im Spiel verbindest du dich über „Server beitreten“ und „Server hinzufügen“ mit 62.68.75.69:2456 (deine IP statt der Beispieladresse).

Schritt 3: ValheimPlus installieren

Prüfe zuerst in der Kompatibilitätsliste, welche ValheimPlus-Version zu deiner Valheim-Version passt. Kombinationen, die dort nicht stehen, funktionieren laut Entwickler nicht. Stoppe dann den Server und lade das Serverpaket in den Serverordner:

./vhserver stop
cd /home/vhserver/serverfiles
curl -LO https://github.com/Grantapher/ValheimPlus/releases/download/0.10.3.0/UnixServer.zip
unzip -o UnixServer.zip
chmod u+x start_server_bepinex.sh

Fehlt unzip, installierst du es als root mit apt install unzip. Jetzt sagst du LinuxGSM, dass es den Server über BepInEx starten soll. Ergänze in der vhserver.cfg diese Zeile:

executable="./start_server_bepinex.sh"

LinuxGSM reicht Servername, Passwort, Port und Welt weiter an das Skript, du musst darin nichts ändern. Starte den Server und schau in die Konsole. Erscheinen Meldungen von BepInEx und ValheimPlus, ist die Mod geladen. Mit Strg+B und dann D verlässt du die Konsole, ohne den Server zu stoppen.

cd ~
./vhserver start
./vhserver console

Schritt 4: ValheimPlus konfigurieren

Beim ersten Start legt die Mod ihre Konfiguration im Ordner /home/vhserver/serverfiles/BepInEx/config/ an, in der Datei mit valheim_plus im Namen. Dort schaltest du die gewünschten Funktionen ein, zum Beispiel größere Inventare oder ein schnelleres Bauen. Nach jeder Änderung den Server mit ./vhserver restart neu starten.

Mit der Option enforceMod im Server-Abschnitt kommen nur Spieler mit derselben ValheimPlus-Version auf den Server. Das verhindert Fehler durch unterschiedliche Einstellungen.

Schritt 5: ValheimPlus bei den Spielern installieren

Jeder Spieler lädt von der Release-Seite dieselbe Version wie der Server: WindowsClient.zip für Windows, UnixClient.zip für Linux und Steam Deck. Den Inhalt entpackt er in den Valheim-Spielordner. In Steam findest du den über einen Rechtsklick auf Valheim, „Verwalten“ und „Lokale Dateien durchsuchen“.

Updates ohne böse Überraschung

Nach einem Valheim-Patch dauert es meist ein paar Tage, bis ValheimPlus nachzieht. Aktualisierst du vorher, startet die Mod nicht oder deine Freunde kommen nicht mehr auf den Server. Deshalb:

  • Kein automatisches Update per Cronjob, wie es LinuxGSM für Vanilla-Server empfiehlt. Den Cronjob für monitor kannst du trotzdem nutzen, er startet den Server nach einem Absturz neu.
  • Vor dem Update sichern: Erstelle im Cloud Manager einen Snapshot und zusätzlich mit ./vhserver backup ein Backup der Welt. Der Snapshot wird nach 48 Stunden automatisch gelöscht, für einen schnellen Rückweg reicht das.
  • Erst die Kompatibilitätsliste prüfen, dann mit ./vhserver update Valheim aktualisieren und das neue UnixServer.zip wie in Schritt 3 darüber entpacken.
  • Spieler informieren, damit alle die neue Client-Version installieren.

Crossplay und Mods

LinuxGSM startet Valheim standardmäßig mit Crossplay. Spieler auf PlayStation 5 und Xbox können aber keine Mods installieren. Mit erzwungenem ValheimPlus kommen sie also nicht auf deinen Server. Spielt ihr nur am PC, kannst du Crossplay abschalten: Kopiere die Zeile startparameters aus der _default.cfg in deine vhserver.cfg und entferne dort -crossplay.

Häufige Stolpersteine

  • „Incompatible version“: Server und Spieler haben unterschiedliche Valheim-Versionen. Seit Patch 1.0.20 müssen alle auf 1.0.20 sein, ältere Server weisen aktuelle Clients ab.
  • Mod wird nicht geladen: Die Zeile executable fehlt in der vhserver.cfg, oder sie steht in der _default.cfg und wurde beim Update überschrieben.
  • „Permission denied“ beim Start: Die Dateien wurden als root hochgeladen. Als root korrigierst du das mit chown -R vhserver:vhserver /home/vhserver/serverfiles.
  • Server startet nicht: Prüfe das Passwort (mindestens 5 Zeichen, nicht im Servernamen) und schau mit ./vhserver debug direkt in die Ausgabe.

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