LinuxGSM ist ein kostenloses Kommandozeilen-Werkzeug, das Gameserver auf Linux installiert, startet, aktualisiert und überwacht. Auf einem eigenen Linux-Server läuft dein erster Server in etwa zehn Minuten: Nutzer anlegen, linuxgsm.sh laden, installieren. Wir zeigen es am Beispiel Minecraft (mcserver). Für andere Spiele tauschst du nur den Namen aus, die Liste findest du auf linuxgsm.com/servers.
Voraussetzungen
- Ein Linux-Server mit Root-Zugang. LinuxGSM empfiehlt aktuelle LTS-Versionen wie Ubuntu 24.04 oder Debian 13.
- Genug Arbeitsspeicher für das Spiel. Was dein Spiel braucht, steht auf seiner Seite bei LinuxGSM.
1. Eigenen Nutzer anlegen
Gameserver laufen nie als root. Lege für jeden Server einen eigenen Nutzer mit sicherem Passwort an und wechsle zu ihm:
adduser mcserver
su - mcserver 2. LinuxGSM laden und installieren
curl -Lo linuxgsm.sh https://linuxgsm.sh && chmod +x linuxgsm.sh && bash linuxgsm.sh mcserver
./mcserver install Der Installer prüft, ob alle Pakete da sind, etwa Java für Minecraft. Fehlt etwas, zeigt er dir den passenden Befehl. Den führst du als root aus, oder du gibst dem Nutzer vorübergehend sudo-Rechte, dann installiert LinuxGSM die Pakete selbst.
3. Server steuern
| Befehl | Was er macht |
|---|---|
./mcserver start | Server starten |
./mcserver stop | Server stoppen |
./mcserver restart | Neu starten |
./mcserver details | Ports, Passwörter, Pfade der Konfiguration |
./mcserver console | Live-Konsole, verlassen mit Strg + B, dann D |
./mcserver update | Spiel aktualisieren |
./mcserver backup | Backup anlegen |
./mcserver monitor | Prüfen und bei Absturz neu starten |
./mcserver | Alle Befehle anzeigen |
Achtung in der Konsole: Strg + C beendet den Server. Zum Verlassen immer Strg + B, dann D. LinuxGSM nutzt dafür tmux. Logs liegen unter /home/mcserver/logs.
4. Automatisch überwachen und aktualisieren
Damit der Server nach einem Absturz wieder hochkommt und aktuell bleibt, legst du als Nutzer mcserver mit crontab -e diese Cronjobs an:
*/5 * * * * /home/mcserver/mcserver monitor > /dev/null 2>&1
*/30 * * * * /home/mcserver/mcserver update > /dev/null 2>&1
0 0 * * 0 /home/mcserver/mcserver update-lgsm > /dev/null 2>&1 Der erste prüft alle fünf Minuten, ob der Server läuft. Der zweite sucht alle 30 Minuten nach Spiel-Updates, der dritte aktualisiert LinuxGSM selbst einmal pro Woche.
5. Ports und Erreichbarkeit
Welche Ports dein Server nutzt, zeigt ./mcserver details. Hast du eine Firewall eingerichtet, gib genau diese Ports frei. Auf unseren vServern sind von uns aus alle Ports offen. Unter DDoS-Angriffen hilft das passende Profil, siehe Wie schalte ich den DDoS-Schutz um?
Weiterlesen
- Minecraft lieber ohne LinuxGSM? Wie installiere ich einen Minecraft-Server von Hand?
- Du nutzt die Game-Server-Funktion in unserem Webinterface? Die baut ebenfalls auf LinuxGSM auf. Was du dort selbst anpassen darfst, steht in Eigene LinuxGSM-Einstellungen setzen.