Unsere vServer laufen auf KVM. Du bekommst eigene virtuelle Kerne, teilst dir das Hostsystem aber mit anderen Kunden. Damit alle eine gute Leistung bekommen, gibt es eine Regel für die Auslastung. Sie ist weniger streng, als sie klingt: Kurze Spitzen sind normal, und gesperrt wird niemand automatisch.

Woran wir die Auslastung messen

Wir bewerten die Auslastung über den Load (Load Average). Er umfasst unter anderem CPU, Arbeitsspeicher und Festplatten-I/O. Auf Linux siehst du ihn mit dem Befehl uptime. Die drei Zahlen am Ende sind der Durchschnitt der letzten 1, 5 und 15 Minuten.

root@01234-56789:/# uptime
17:26:25 up 5 days, 21:13, 1 user, load average: 25.20, 24.23, 22.45

Wie viel Load ist erlaubt?

Als Grenze gilt ein Load von 1,25 pro gebuchtem Kern. Liegt dein Server kurzzeitig darüber, passiert nichts. Kritisch wird es erst, wenn er immer wieder deutlich darüber liegt.

KerneMax. Load
1 Kern1,25
2 Kerne2,5
4 Kerne5
6 Kerne7,5
8 Kerne10
14 Kerne17,5

Was passiert, wenn dein Server darüber liegt?

Wir messen die Auslastung regelmäßig über die Server-Statistiken. Liegt der Load bei einer Messung deutlich über der Grenze, zählt das als Erkennung. Daraus folgt ein Ablauf in drei Stufen:

  1. Warnung: Erst ab 10 Erkennungen innerhalb von 7 Tagen bekommst du eine Warnung, höchstens einmal am Tag.
  2. Erinnerung: Ändert sich danach nichts, erinnern wir dich noch einmal.
  3. Prüfung von Hand: Erst dann schauen wir uns den Fall persönlich an und entscheiden, wie es weitergeht.

Eine automatische Sperre gibt es nicht. Eine dauerhaft deutlich zu hohe Auslastung kann am Ende aber zur Sperre führen. Bei wiederholter Überlastung behalten wir uns vor, das Vertragsverhältnis zu beenden.

Was du tun kannst

  • Ursache finden: Mit top oder htop siehst du, welcher Prozess die Last erzeugt. Häufig sind es hängende Dienste, Schleifen in eigenen Skripten oder ein kompromittierter Server.
  • Upgrade: Braucht dein Projekt einfach mehr Leistung, buche mehr Kerne dazu. Beim konfigurierbaren KVM Root Server 3.5 geht das jederzeit im Webinterface.
  • Support fragen: Wenn du nicht weißt, woher die Last kommt, hilft dir unser Support gerne weiter.

Besonders auffällig sind Server, die rund um die Uhr die volle Leistung ziehen, zum Beispiel Windows-Server mit Dauerlast. Mining ist auf allen virtuellen Servern grundsätzlich verboten.

Warum es die Regel gibt

Zu Spitzenzeiten, also freitagabends, am Wochenende und an Feiertagen, nutzen viele Kunden ihre Server gleichzeitig. Zieht ein einzelner Server dann dauerhaft zu viel Leistung, reagieren alle anderen auf dem Host langsamer. Die Regel sorgt dafür, dass das nicht passiert. Mehr dazu findest du im Artikel Was passiert, wenn ich meinen Server zu stark auslaste?