Meist ist die Bandbreite in Ordnung und nur die Einheit verwechselt: 1 Gbit/s sind maximal 125 MB/s, nicht 1 GB/s. Zeigt dein Download rund 110 bis 117 MB/s, läuft dein 1-Gbit-Port praktisch unter Volllast. Liegt der Wert deutlich darunter, helfen die Prüfschritte unten.

Welche Bandbreite hat mein Tarif?

Die Portgeschwindigkeit ist das obere Limit, das dein virtueller Server erreichen kann. Sie gilt für Upload und Download.

TarifMaximale Portgeschwindigkeitentspricht ca.
KVM Root 3.5 (konfigurierbar)bis zu 2 Gbit/s250 MB/s
Smart Value und Smart Essentialbis zu 1 Gbit/s125 MB/s
Ryzen VPSbis zu 1 Gbit/s125 MB/s
Portgeschwindigkeit der vServer-Tarife bei Prepaid-Hoster

Für Dedicated Server siehe Wie viel Traffic habe ich beim Dedicated Server zur Verfügung?

Gbit/s oder GB/s: der häufigste Stolperstein

Netzwerkgeschwindigkeiten werden in Bit pro Sekunde angegeben, Downloadanzeigen meist in Byte pro Sekunde. 1 Byte sind 8 Bit, du teilst also durch 8.

1 Gbit/s ÷ 8 = 125 MB/s
600 Mbit/s ÷ 8 = 75 MB/s
100 Mbit/s ÷ 8 = 12,5 MB/s

Siehst du im Speedtest also 75 MB/s, nutzt du 600 Mbit/s. Bei „bis zu 1 Gbit/s“ ist das völlig normal. Ausführliche Umrechnungstabellen, den Unterschied zwischen MB und MiB sowie Gibibit und Mebibit findest du in Gbit/s oder GB/s? Bandbreite, Traffic und Speicher richtig umrechnen.

Warum es nie ganz 125 MB/s sind

  • Protokoll-Overhead: Ethernet, IP und TCP brauchen Header. Netto bleiben bei 1 Gbit/s rund 940 Mbit/s, also etwa 117 MB/s.
  • Die Gegenstelle: Der Server, von dem du lädst, oder dein Heimanschluss ist oft langsamer als dein vServer.
  • Eine einzelne Verbindung: Ein Download über eine TCP-Verbindung erreicht über weite Strecken selten das Maximum. Mehrere parallele Verbindungen schaffen meist mehr.

Häufige Stolpersteine

  • Traffic aufgebraucht: Ist das Inklusivvolumen verbraucht, wird die Bandbreite auf 10 % gedrosselt. Aus 1 Gbit/s werden dann 100 Mbit/s, also 12,5 MB/s. Wie viel Traffic dein Tarif hat und wie du nachbuchst, steht in Traffic & Fair Use: Regeln, Limits und Nachbuchung.
  • Testserver zu weit weg: Wähle für Speedtests einen Testserver in Deutschland. Ein Ziel in den USA oder Asien misst vor allem die Strecke, nicht deinen Server.
  • Heimanschluss als Engpass: Lädst du vom vServer auf deinen eigenen Rechner, begrenzt dein Anschluss. Den prüfst du mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur, am besten per Kabel statt WLAN.

Immer noch zu langsam?

In seltenen Fällen liegt tatsächlich ein Problem vor. Dann öffne ein Support-Ticket und schick uns direkt mit:

  • einen Speedtest vom Server zu einem Testserver in Deutschland,
  • ob Upload, Download oder beides betroffen ist,
  • seit wann das Problem besteht.

Damit können wir ohne Rückfragen direkt prüfen, wo es hakt.